Meine Gedanken zur TM-Organisation und meine Erfahrung Verantwortung dafür zu übernehmen

English Version

Die TM-Organisation begann mit einem einzelnen Mann, Maharishi Mahesh Yogi. Er brachte den Stein ins Rollen und damit Millionen Menschen auf dem Globus zur Meditation.

Ich bin einer davon.

1976, im Alter von 15 Jahren erlernte ich die Transzendentale Meditation, und es war genau das, wonach ich suchte. Ich sank wie in einem Fahrstuhl hinunter, vorbei an allem mit dem ich mich identifizierte, und entdeckte in mir meine Unschuld, Offenheit und Stille wieder, die mit der Pubertät verloren gegangen war, als mich mehr und mehr Gedanken darüber, was auf der Erde alles schief lief, belasteten.

Mein Lehrer war seiner Aufgabe des Lehrens völlig hingegeben, mit all seinem Herzen. Ich denke, dass der Lehrer eine sehr wichtige Rolle spielt bei der Weitergabe und dem Lehren von Meditation. Ich hatte völliges Vertrauen in ihn.

Einmal nahm er mich zu einer Veranstaltung in der nationalen TM-Akademie in Schledehausen mit. Wir kamen dort an – und wurden nicht ins Gebäude eingelassen. So saßen wir draußen im Park, meditierten, und fuhren wieder nach Hause. Es war sehr sehr seltsam so ausgeschlossen zu werden, nachdem wir so viele Kilometer gefahren waren. Dies war mein erstes Erlebnis mit der elitären, nur sich selbst-dienenden und kaltherzigen Bewegung, die um Maharishi herum aufgebaut wurde. Ich fühlte mich seltsam, uneingeladen, ungewollt. Es stand im starken Kontrast zu der Offenheit meines Lehrers. Jemand spielte auf der Flöte im Hauptgebäude. Es klang wie das Paradies. Dieses alte Haus in dem wundervollen Garten und diese friedlichen Töne. Und wir mussten draußen bleiben, wie Bauern am Hof des Königs.

Trotzdem verfolgte ich meine Meditationspraxis weiter und lernte mit 18 die Sidhi-Techniken, eine Fortgeschrittenentechnik, die auf dem dritten Kapitel der Yoga-Sutren basiert. Kurz danach trat ich der Purusha-Gruppe bei, letztlich eine Gruppe von Mönchen die quasi hauptberuflich nur meditiert. Ich blieb dort für etwa acht Jahre.

Die Bewegung blieb meiner ersten Erfahrung mit ihr treu, nein, wurde sogar noch stärker in ihrer Selbst-Täuschung. Die führende Klasse in der Bewegung wurde mehr und mehr verrückt, und begann mehr und mehr nur noch sich selbst zu dienen, alles unter dem Deckmantel den ‘Himmel auf Erden’ zu erschaffen. Am Ende wurde mir klar, nicht auf der intellektuellen Ebene, sondern auf der Ebene des Gefühls, das es letztlich nur um eines ging, dem spirituellen Ego derjenigen an der Spitze. Maharishi war von einem dicken schmierigen Panzer schleimiger, dem Wahn verfallener Menschen umgeben die kein Mitgefühl mehr besaßen. Und Maharishi genoss es offensichtlich. Man sollte nicht behaupten, dies wäre nur ein einseitiges Spiel gewesen. Es gehören immer zwei dazu.

Sie wollen den Himmel auf Erden schaffen, einen Himmel basierend auf der Struktur zertifizierter ‘Erleuchteter’, ’Erleuchteter’ mit dem ‘Wissen’. Das ist eine wunderbare Ablenkung davon, erst einmal den Himmel in ihrem eigenen Herzen und eigenem Leben zu schaffen.

Es kam mir mehr und mehr wie ein faschistisches Regime vor, einem Regime mit einem goldenen Lichtmantel. Eine Pyramidenstruktur, die nur denen an der Spitze dient. Alle anderen mussten sich dem unterwerfen, quasi die Verantwortung für ihr Leben abgebend, das Recht für sich selbst zu denken und zu fühlen aufgebend. Alles denken war vorgegeben. Außerhalb dieser Grenzen zu denken wurde bestraft, zuerst mit Stirnrunzeln, später mit Ausschluss, früher oder später. Und nicht ohne zu sagen, das man auf einem Ego-Trip ist und das man wohl besser draußen im ‘Feld’ aufgehoben ist. Sie gebrauchten jedoch niemals Gewalt, nur den sanften Druck des Gruppendenkens.

Kümmern sie sich?
Nein, sie kümmern sich nicht um einzelne individuelle Menschen, sie kümmern sich nur um den großen Plan. Das ist der Grund, warum sie genau in dieselbe Kategorie fallen wie die katholische Kirche oder jede andere Religion, auch wenn die Techniken nichts Religiöses an sich haben.

Das sagt bereits alles für mich.
Große Pläne ziehen Menschen mit einem Ego an, welches ihnen sagt, sie sind etwas Besonderes, dass sie auserwählt sind die Welt zu retten. Nein, sie werden niemals die Welt retten, solange sie nicht demütig werden.

In den acht Jahren in der Bewegung und der Purusha-Gruppe habe ich viele Menschen kommen und gehen sehen. Viele waren so aufrichtig und offenherzig, meditierten mit all ihrem Herzen. Aber letztlich blieben nur diejenigen, die nicht mehr woanders leben konnten, die außerhalb dieser Parallelwelt nicht überlebensfähig waren, oder welche die verzweifelte Notwendigkeit verspürten etwas Besonderes sein zu müssen.

Dies bedeutet nicht, das alle TM-Lehrer und Sidhas (praktizierende der Sidhi-Techniken ohne Lehrer zu sein) von der letzteren Sorte sind. Nein, es gab viele warmherzige und aufrichtige Menschen dort. Ich kenne noch einige welche ich als Freunde bezeichne. Mein Herz schmerzt, an sie zu denken. Zu sehen, wie sie sich selbst einschließen in diesem Gefängnis, seit vielen vielen Jahren, all ihre Kraft und Schaffensfreude abgebend, nur um dem spirituellen Ego der Führer dieser Kirche zu dienen.

Aber dies ist kein einseitiger Deal. Diejenigen, die einer Bewegung folgen, erhalten auch etwas dadurch: Man wird in der Bewegung akzeptiert und vielleicht auch geliebt, man erhält Sicherheit (innerhalb ihres Reichs), und man erhält die Garantie, dass man auserwählt ist unter den Menschen. Und, nicht zu vergessen, die vorgegeben Art zu denken, welche das Leben so viel einfacher macht, da man damit wirklich alles erklären kann, ohne jemals eine Antwort im eigenen Herzen finden zu müssen.

Die TM-Bewegung wurde zu einer Kirche mit Priestern an der Spitze, schon sehr früh. Und das wird sich nicht ändern, solange genügend Geld in diesem Business gemacht wird.

Hier liegt ein weiterer Grund dafür, dass die TM-Bewegung eine Kirche ist. Sie nehmen Geld um Meditation zu lehren, mittlerweile sogar recht viel. Es kostet tausende Euros um TM und die Sidhi-Techniken zu lernen. Während meiner Zeit war es noch billiger, wurde da aber schon immer damit erklärt, dass derjenige der wirklich will, das Geld irgendwie bekommt. Die Natur würde dafür sorgen. Man ist also immer selbst Schuld, ein weiteres Merkmal für geschlossene, selbstbezogene Systeme. Letztlich verbirgt sich dahinter nur eine darwinistische Überlebensphilosophie in etwas feinerem Gewand. Das mangelnde Mitgefühl wird mit der universellen Wahrheit, das jeder seines Glückes Schmied ist, kaschiert. Zwar ist das richtig, entbindet uns aber deswegen nicht von der Verantwortung offen für unsere Mitmenschen zu sein und aus vollem Herzen zu geben, wo jemand offen für das ist, was man geben kann und will.

Nachdem ich nun über 20 Jahre versuche ein ‘normales’ Leben zu führen, fügen sich die Puzzleteile für mich langsam zusammen. Inzwischen kenne ich mich besser, kenne mein Herz, und kenne andere Arten Meditation zu lehren. Eine sehr gute Freundin von mir nahm an einer zehntägigen buddhistischen Vipassana-Meditation teil. Sie haben kein Geld für die zehn Tage genommen. Sie akzeptieren Spenden oder man kann sich dafür entscheiden während des Kurses zu dienen und währenddessen  das Meditieren zu erlernen. Und sie akzeptieren Spenden nur von den Teilnehmern des Kurses, von niemandem sonst.

Ist das nicht weise?

Man erreicht mehrere Dinge mit dieser Methode:

  1. Die Menschen erhalten das Vertrauen, das sie nicht betrogen werden und für etwas zahlen müssen, welches am Ende gar nichts gebracht hat. Und jeder Schüler wird sicherlich gerne etwas spenden, wenn seine Erwartungen erfüllt wurden.
  2. Wenn man etwas spenden möchte, kann man ganz nach seinen finanziellen Verhältnissen gehen. Wenn du arm bist und glücklich und erfüllt bist nach der Gruppe, musst du nichts zahlen. Andere mögen sich entscheiden mehr zu zahlen, da sie über mehr Mittel verfügen. Oder du entscheidest dich zu dienen, zum Beispiel weil du nichts umsonst erhalten möchtest oder weil du bescheiden bleiben willst. Dann kümmerst du dich um das Wohl der anderen Meditierenden und lernst das Meditieren in der restlichen Zeit.
  3. Kein Geld anzunehmen und auf Wohltätigkeitsbasis zu arbeiten, nur Geld annehmend von den Teilnehmern des Kurses und von niemand anderem, hält die Lehrer und Organisatoren frei von jedem Einfluss, der mit Geld gekauft werden kann.
  4. Spenden bedeutet, das es leichter ist für die Lehrer und Organisatoren bescheiden zu bleiben. Demut ist einer der Schlüssel für korrektes Lehren. Ein Lehrer sollte in der Lage sein, sein Ego beiseite zu legen und selbstlos zu arbeiten. Das Aufbauen von Vertrauen ist dann für den Schüler umso leichter und es wird leichter für ihn loszulassen. Jede Meditation wird um vieles leichter, wenn das Loslassen auf Vertrauen basiert.

Die TM-Bewegung macht es folgendermaßen:

  1. Sie nehmen eine Menge Geld dafür das, Meditieren zu lehren.
  2. Da sie viel Geld nehmen, können es sich nur Menschen mit viel Geld leisten.
  3. Menschen mit viel Geld sind einflussreich, welches dem Ausdehnen des Einflussbereiches der Bewegung dient und dem Vergrößern des Egos der Führer in der Bewegung.
  4. Andere Gesellschaftsschichten sind damit vom Zugang zum Wissen über diese Meditation ausgeschlossen, was im Gegensatz zum tantrischen Ideal der Gleichwertigkeit der Menschen steht, welche Mantra-Mediation jedem gelehrt hat, der offen dafür war.
  5. Geld zu nehmen bedeutet, das der Schüler möglicherweise in eine Einkaufsmentalität bezüglich der Meditation gelangt. Eine Geisteshaltung die für gute Meditation nicht förderlich ist.
  6. Hierarchische Organisationen dienen zuerst einem einzigen Zweck, ihrem eigenen Überleben. Danach kommt die Ausdehnung ihres Einflussbereiches und das Wachstum ihrer Macht. Um das zu erreichen, muss die Basis der Pyramide stetig verbreitert werden, also mehr und mehr Menschen dazu gebracht werden, einem zu vertrauen. Mit großen Egos an der Spitze wird sehr viel Geld jedoch ganz alleine für das Erweitern und Vergrößern ihrer Egos und ihrer  Macht verwendet, gerechtfertigt damit, dass es doch immer nur um das Wohlergehen der Bewegung geht. Ihr Wohlergehen ist quasi identisch mit dem Wohlergehen der Bewegung. Große ‘spirituelle’ Egos sind ganz besonders schlimm da sie, nach einiger Zeit, so von ihrer Wahrheit und Unfehlbarkeit überzeugt sind, das alle anderen notwendigerweise diese Wahrheit nicht haben können. Es ist das bekannte einfache Schwarz/WeißDenken welches uns von allen Kirchen bekannt ist. In diesem Fall ist es besonders einfach für sie, da sie über eine so wirkungsvolle Meditations-Technik verfügen. Das Ausmaß des Missbrauchs dieser alten Meditationstechnik erfüllt mich mit großen Schmerzen. Ein noch größerer Schmerz ist es, zu sehen, wie bereitwillig viele gut meinende Menschen ihr Recht auf eigene Unterscheidung aufgeben, und fremde Gedankenkonstrukte darüber entscheiden lassen, wie ihr Leben und ihre Erfahrungen interpretiert werden müssen. Meditation soll doch dafür dienen seinen eigenen, völlig einzigartigen Ausdruck zu finden, und nicht dazu ein Papagei zu werden. Jeder Mensch ist eine Schöpfung in sich, völlig einzigartig und unwiederholbar!
  7. Große Egos haben ein seltsames Verlangen danach, ihre Erfolge mit großen Shows und Festen zu feiern. Genau das passiert in der TM-Bewegung schon immer. Sie erschaffen Shows und Rituale die einzigartig für ihre Bewegung ist, damit sie sich auch ordentlich von anderen unterscheiden, und damit noch leichter dazu führen, das die Führer mehr und mehr in einer Parallelwelt leben. Dies erinnert mich irgendwie an die Oskar-Verleihungen in Hollywood. Es ist dasselbe System, eine Organisation feiert sich selbst, Selbstbeweihräucherung. Diese Organisation wird mit der Zeit immer weniger in der Lage sein, über Ihren Deckelrand hinauszuschauen.
  8. Ich kenne Meditationslehrer an der Basis und weiß, dass sie nicht viel von dem Geld erhalten, welches für das Lehren der Meditation verlangt wird. Das meiste muss weitergegeben werden. Eine Gruppe die sich wahrhaft ‘New Age’ nennen kann basiert aber nicht auf hierarchischen Strukturen. Das ist meine Meinung. Sie ist in Dezentralisation gegründet. Sie ist gegründet in dem Respekt Gleichgestellter untereinander wo jeder Mensch die volle Verantwortung für sein Leben und seine lokale Umgebung hat. Seine Handlungen werden in höchstem Respekt vor der Souveränität eines jeden Wesens ausgeführt und der Erfahrungen die diese hier auf der Erde zu machen wünschen. Es ist die Verantwortung eines jeden spirituellen Wesen diese Wünsche anderer zu respektieren.
  9. Das Lehren der TM-Meditation beginnt mit einer Lüge. Sie erzählen dir, dass das Mantra extra für dich ausgewählt wurde. Ist es nicht. Welches Mantra verwendet wird, hängt vom Alter ab. Warum will man dies verbergen? Anscheinend ist hier entweder nicht mehr genug Wissen über die Mantras vorhanden, oder es macht eh nichts aus, welches Mantra man verwendet. Ich habe vor diesen Aspekt in einem eigenen Artikel näher zu beleuchten. Etwas, was mit einer Lüge beginnt, steht nicht auf guten Füßen. Aus Lüge kann sicherlich nicht auf einmal Wahrheit entstehen. Es führt von Anfang an zu Unaufrichtigkeit und Missachtung des anderen Menschen. Er wird bewertet wie ein Stück Vieh, der unmündig ist, die Wahrheit gesagt zu bekommen. Erinnert mich stark an unsere politischen Führer.
  10. Geheimhaltung steht an der Basis der TM-Technik und deren Lehre. Wo immer Geheimhaltung herrscht, dient sie huptsächlich einem Zweck: Die Kontrolle zu behalten. Der Wunsch die Kontrolle zu behalten wurzelt in Angst. Eine Organisation, die auf Angst gegründet ist, muss viele Ressourcen dafür verwenden, sich selbst zu verteidigen und zu rechtfertigen.  Ich denke, dass Geheimhaltung nur da Sinn macht, wo es ums Überleben geht. Das war in der Vergangenheit wohl oft nötig, wo Offenheit schnell Verfolgung und Tod bedeuten konnte. Aber diese Zeiten nähern sich langsam dem Ende. In der heutigen Zeit kann man Wissen überall finden und Lehrer für alles Mögliche gleich um die Ecke. Das Internet macht es einfach. Die beste Strategie Unterdrückung zu vermeiden ist heutzutage, alles öffentlich zu machen und nicht sich zu verkriechen.
  11. Es stellt ein großes Hindernis für jeden Schüler dar, zu sehen, dass sein Geld für seltsame Kleidung, Innenarchitektur und Festlichkeiten ausgegeben wird. Und Vertrauen steht an der Basis eines jeden Lehrer-Schüler-Verhältnisses.

Da all dies viele Menschen davon abhält, mit Meditation zu beginnen, möchte ich allen TM-Lehrern vorschlagen, kostenlos zu lehren, auf Spendenbasis. Und akzeptiert Spenden wirklich nur von denen, die ihr lehrt. Ihr könnt das nicht Transzendentale Meditation nennen. Der Begriff ist sicherlich geschützt. Aber ihr könnte es Mantra-Meditation nennen, schließlich ist diese Technik nicht neu sondern uralt und sollte wirklich für jeden mit offenem Herzen und Geist frei zur Verfügung stehen.

Und seid aufrichtig bezüglich der Mantras! Beginnt das Lehren nicht mit einer Lüge und verbergt keine Geheimnisse. Aufrichtigkeit wird die Herzensqualitäten und Demut entwickeln.

Erinnert euch eurer Freiheit.

Die TM-Bewegung hat nur Macht über euch, weil ihr ihr diese Macht gegeben habt. Wacht auf, erkennt, das eine Menge Menschen um euch herum tatsächlich danach suchen Meditation gelehrt zu bekommen. Tut es. Lehrt mit all eurem Herzen. Und urteilt nicht.

Seid ehrlich und erhebt nicht den Anspruch allwissend zu sein. Es ist euch erlaubt zu einem Schüler zu sagen, dass ihr die Antwort auf seine Frage nicht kennt.

Geht nicht davon aus, dass ihr göttlich seid. Das einzige in euch, was göttlich sein möchte ist euer Ego.

Einige Wochen später, nachdem ich obige Zeilen in einer ersten Version geschrieben hatte, traf ich meine Schwägerin, eine Heilerin. Sie machte mir das Angebot einen Vergebungsprozess unter ihrer Anleitung zu machen. Ich nahm an und dieser Prozess half mir sehr meine Gefühle zu klären und zu befreien die mein Herz bezüglich der TM-Bewegung blockiert haben.

Während dieses Prozesses, erkannte ich:

Ich bin sauer auf die TM-Bewegung weil:

  • sie es nur Leuten geben die viel Geld zahlen
  • sie eine gute Sache missbrauchen
  • sie damit die Entwicklung auf der Erde blockieren
  • sie mich in meinen Möglichkeiten beschränken
  • weil sie verbieten, diese Methode bekannt zu machen
  • es wieder nur um Macht und Geld geht
  • ihnen Menschen egal sind

Meine Gefühle diesbezüglich waren:
Trauer, Wut, Verletztheit, Missbrauch, Ohnmacht, Eingeengt, Unfrei, Beschnitten

Dann wurde ich gefragt ob ich all diese Gefühle als meine eigenen akzeptieren könnte. Ich konnte, obwohl es mir mit Wut immer schwerfällt, so war es doch mein Gefühl.

Dann fragte mich meine Schwägerin, was ich den Leuten in der TM-Bewegung sagen möchte, und ich sagte:

TM-Leute, ich möchte, dass ihr:

  • alle Vorschriften und Regeln beiseite räumt und eurem Herzen folgt
  • offen seid für alle Menschen
  • euch nicht missbrauchen lasst
  • euch öffnet und eure Fülle weitergebt und teilt
  • Liebe, Achtung und Vertrauen als Werte pflegt
  • euch nicht über andere erhebt und richtet

Dann bat sie mich, in dieser Liste meinen eigenen Namen einzufügen:

Ich möchte, das ich:

  • alle Vorschriften und Regeln beiseite räume und meinem Herzen folge
  • offen bin für alle Menschen
  • mich nicht missbrauchen lasse
  • mich öffne und meine Fülle weitergebe und teile
  • Liebe, Achtung und Vertrauen als Werte pflegen
  • mich nicht über andere erhebe und richte

Hier dämmerte es mir und Tränen kamen hoch. Dann wurde ich gebeten alle obigen Gefühle gehen zu lassen, einen nach dem anderen, mit einem großen Atemzug.

Ich erkannte, es ist meine Wahl jemandem solche Macht über mich zu geben. Ich kann es jetzt und hier fallen lassen.

Und das tat ich.

Diese Erfahrung von Trauer, Wut, Verletztheit …, ich habe diese willentlich gesucht, denn sie veräußerlichte meine inneren Gefühle und Wünsche. So konnte ich diesen dann in meiner Außenwelt begegnen, da ich nicht in der Lage wahr sie direkt in mir wahrzunehmen. Ich erkannte auch, das dies nicht das erste Muster dieser Art in meinem Leben war, es war ein sich wiederholendes Muster.

Die Macht dieses Musters über mich war nun gebrochen.

Ein neues Leben hat für mich begonnen. Ich habe bereits jemandem Mantra-Meditation beigebracht, jemandem der mir sehr wichtig ist, und ich habe es mit meinem ganzen Herzen gemacht. Es gibt nun jemanden in dieser Welt, der für diese neue Erfahrung dankbar ist, die ihm vorher unbekannt war. Es tut so gut, ohne Bezahlung zu geben und Dankbarkeit dafür zu erhalten. Zu geben aus meinem eigenen Erfahrungsschatz und nicht aus den vorgegebenen Schablonen einer Organisation. Es kann nun nur noch mein eigenes Ego sein, das im Weg steht, und das wird sicherlich wesentlich weniger Schaden anrichten, als das einer großen Firma.

Aber ich bin ein Mensch, keine Firma, und ich habe meinen Unfehlbarkeitsanspruch lange aufgegeben. Ich habe die Verantwortung für mein Leben übernommen und tue mein bestes die Verantwortung für meine gegenwärtigen Erfahrungen und mein Wissen anzunehmen.

Ich werde denen, die es möchten, lehren, was ich erfahren habe, und kein Geld dafür nehmen.

Ich bin nun 50 Jahre alt, ich beginne zu spüren, dass meine Zeit hier begrenzt ist. Es gibt wirklich keine Zeit mehr zu verplempern.

Ich wünsche all den guten Seelen in der TM-Bewegung, dass sie ihre eigenen Muster erkennen, dass sie aufrichtig ihrem Herzen und ihren Gefühlen gegenüber sind, und das sie ihr Leben als großartige, selbst-genügsame und -verantwortliche Wesen leben. Gebt niemand anderem mehr die Autorität über euer Leben und werdet wahrhaft einzigartige Menschen.

Seid mutig und springt.

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About Bhusunda

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9 Responses to Meine Gedanken zur TM-Organisation und meine Erfahrung Verantwortung dafür zu übernehmen

  1. Weigel says:

    Ein wunderbarer Artikel. Ich habe 1998 mit TM begonnen und einen sehr einfühlsamen Lehrer gehabt. Maharishi.., die Organisation, das hat mich nie interessiert. Ich war lange in Konflikt mit mir, da praktiziere ich was, ich mach es gerne und es wird soviel gelogen, siehe das Mantra, das nach dem alter ausgesucht wird. Warum dieses vertuschen? Ich hab dieses Problem für mich so gelöst dass ich mir selber ein klangvolles Wort ausgesucht habe und nach TM Art verwende.
    LG jutta

  2. Katja Zarzitzki says:

    Vielen Dank für diesen schönen aufschlussreichen Kommentar.
    Es hat mir sehr geholfen. Ich bin hier um Wahrheit und Liebe zu leben und das geht sicher nur wenn wir unserem Herzen folgen.
    Lg Katja

  3. Regine says:

    Ich danke Dir für Deine Offenheit. Der Bezug zu Deinen eigenen Gefühlen hat mich sehr berührt und daran erinnert, bei negativen Gefühlen auch nach mir selbst zu sehen. Danke!

  4. Lea says:

    Danke Ihnen für Ihre Ehrlichkeit und Gutmütigkeit. Sie sagten dass Sie denen, die es möchten, lehren werden, was Sie erfahren haben, ohne Geld zu verlangen. Ich wäre gerne dabei. Danke!

    • Bhusunda says:

      Ich danke Ihnen Lea für Ihre liebe Rückmeldung. Ich lebe seit vielen Jahren in Irland. Falls ich Ihnen von hier aus helfen kann, lassen sie es mich wissen. Detlef

  5. Franzi S. says:

    So bewegende und wahre Zeilen! Das hat mich wahnsinnig berührt und zum nachdenken gebracht!
    Vor einigen Monaten habe ich einen Informationsvortrag über die TM besucht.Mein geliebter Partner und ich haben uns wie bei einem Verkaufsgespräch gefühlt.Das schlimmste war, das sie diese vorm der Meditation über alles stellten und es vermarkten als wäre alles andere nichtig! Leider kann ich noch nicht auf langjährige Meditations Erfahrungen zurück blicken. Ich wünschte ich könnte es aber ich möchte so gerne die Meditation zum Teil meines Lebens werden lassen. Ich habe mich belesen und geführte Meditation und Atemübungen gemacht
    Doch ich habe das Gefühl das ich einen Lehrer brauche. Einen Mensch der eben nicht ein Vermögen dafür möchte etwas weiterzugeben was so gut sein soll und doch nur für sehr gut Verdiener möglich ist!
    Ich habe in letzter zeit das Gefühl das das leben wie eine Waage ist.Auf der einen Seite die unglaubliche Lebensfreude, fastzination an allem spirituellen die liebe. ….und auf der anderen Seite die Welt ,das Elend, der Krieg, das Leiden,die großen Geld kranken Mächte,Manipulation, Verluste ,Ängste……ich möchte so gerne einen Weg finden damir zurecht tu kommen. Meinen Teil dazu beitragen die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Ich arbeite seit vielen Jahren mit Menschen zusammen die eine körperliche und oder geistige Behinderung haben und ich liebe meine Arbeit! Es ist ein wundervolles Gefühl mit diesen meiner Meinung nach sehr freien liebevollen Menschen meine kostbare Zeit des Lebens zu verbringen.Auch das Mutter sein hat meine Ansicht der Welt verändert! Wir versuchen unsere kinder so liebevoll und behütet auf ihrem Weg des Erwachsen werdens zu begleiten.Doch die Realität der Welt hat so viele harte und tief traurige Seiten. Die unsere kleinen nach und nach erkennen müssen. Warum können wir nicht alle in Frieden miteinander leben und lieben auf uns achten, geben ohne Anspruch auf Geld oder sonstiges,keine Kriege!!!!!!!!Ein lachen eine Umarmung sind so viel mehr wert! !!!!!!Ich wünsche mir von Herzen das ich mit Meditation ein Weg finde. Nicht um vor der Realität der Welt zu fliehen sondern einen Weg zu finden in Glückseligkeit und Dankbarkeit mit wundervollen Menschen zu leben die die Welt auch ein bisschen besser machen wollen und wissen wie kostbar das Geschenk des Lebens ist!

    • Bhusunda says:

      Ich danke Ihnen für Ihre Offenheit Franzi. Ja, die Welt würde anders aussehen mit mehr Lachen und Umarmungen. Und vor allem der Selbsterkenntnis, wer wir wirklich sind. Nämlich nicht der Nebel von Gedanken und Sorgen, sondern die Seele die mit allem verbunden ist, und diese Erfahrungen macht. Beides zu unterscheiden, damit kann Meditation helfen. Dabei gibt es viele unterschiedliche Ansätze zum gleichen Ziel zu kommen, und man muss eventuell einiges ausprobieren. Und doch, wenn man es einmal verstanden und erfahren hat, spielt die Technik keine große Rolle mehr, man findet sich selbst in jedem Moment wieder.
      Ich lebe seit vielen Jahren in Irland, falls ich Ihnen von hier helfen kann, lassen Sie es mich wissen, liebe Grüße, Detlef

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